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"Second Life" lässt virtuelle Kindervergewaltigung zu Drucken
Dienstag, 08. Mai 2007
secondlife.jpgSan Franzisco (carechild) - Der Betreiber von "Second Life", Linden Lab, lässt die Vergewaltigung virtueller Kinder auf seiner Plattform zu. In einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Halle gegen einen unbekannten Deutschen, der bei "Second Life" mit Kinderpornos gehandelt haben soll, kamen grausige weitere Fälle ans Licht.

Es gibt offenbar Personen in "Second Life", einer virtuellen Simulation des echten Lebens, die Gefallen daran finden virtuell erschaffene Kinder zu vergewaltigen. Dies ist nach Ansicht des (entsetzten) Oberstaatsanwalt Vogt aus Halle eindeutig Kinderpornografie und wird von diesem auch mit entsprechendem Nachdruck verfolgt.

Darauf gestossen ist Vogt durch die Ermittlungen gegen einen unbekannten Deutschen, der in der virtuellen Welt mit Kinderpornografie gehandelt haben soll. Bereits vor einiger Zeit gab es einen ähnlichen Fall von Kinderpornografie bei "Second Life" .

Linden Lab hat angekündigt, die Personen ausfindig zu machen und "die Polizei zu informieren", so die Sprecherin der Betreiberfirma.

Das halbherzige Vorgehen der Betreiber gehen solche Grausigkeiten stösst auf Missfallen bei Jugendschützern wie jugendschutz.net und dem Kinderschutzverein CareChild. Friedemann Schindler von jugendschutz.net: "Der Betreiber muss die Online-Welt nur so programmieren, dass zum Beispiel der sexuelle Kontakt zwischen Kindern und Erwachsenen nicht möglich ist."

Dies geht CareChild nicht weit genug. Pressesprecher Michael Kappe verlangt das proaktive Vorgehen. "Es ist absolut unglaubwürdig, dass die Macher von Second Life noch nie von allein über solche Aktivitäten gestolpert sind. Ich stimme den von jugendschutz.net geforderten technischen Massnahmen voll und ganz zu. Dies ist einfach zu realisieren. Daneben sollten die Betreiber aber auch von sich aus darauf achten, dass solche Dinge nicht vorkommen und entschieden dagegen vorgehen."

Das Thema "Second Life" wird Kinderschützer sicher noch länger beschäftigen.


Foto: Copyright 2007, Linden Research, Inc. All Rights Reserved.


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Kommentare (5)add
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geschrieben von Mirco Gribermann, 08.05.2007
Das Internet und Spiele wie Second Life geben Einblick in die geheimen Winkel der menschlichen Seele. Da tun sich plötzlich Abgründe auf und der öffentliche Bürger reagiert erschrocken und fordert Strafen und Gesetze. Die schmutzigen Gedanken wird man damit aber nicht abstellen können. Ob virtuelle Welten wie Second Life einen Plot für Handlungen im realen Leben abgeben oder im Gegenteil verhindern, dass man überhaupt Zeit für ein reales Leben und damit verbundenen Konsequenzen hat, ist fraglich. Könnte man alle Pädophilen in ein Second Life wegsperren, wäre das gar nicht die schlechteste Lösung, mögen sie dort doch machen, was sie wollen und der Deal ist, für dieses Geschenk kommen sie eben nicht wieder heraus.
So oder so, wenn man die zweite Welt wenigstens so umprogrammieren kann, dass keine sexuellen Kontakte mehr möglich sind, dann gut. Vielleicht geht das eines Tages ja auch in der ersten Welt z.B. mit einem Chip im Gehirn?
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geschrieben von Rico, 08.05.2007
Um was geht es hier eigentlich? Da baut sich jemand aus ein paar pixeln ein Figur und mit sehr viel Aufwand bringt er der Figur bei, dass sie sexuelle Bewegungen imitiert.
Jeder der schon mal im Second Life war, weiss das das soweit von einer realen Porno weg ist, wenn jemand seine Plüschtiere nimmt und und sich daran aufgeilt wenn er sie aufeinander legt.
Das solche Menschen krank sind ist sicherlich unbestritten. Jedoch wirkt diese ganze Diskussion auf mich doch eher etwas seltsam. Ich kann mich noch nicht entscheiden ob es schlicht lächerlich ist oder ob es was von einer Hexen Verfolgung hat.
Auf jeden Fall denke ich, dass es beim ganzen Thema Kinderpornographie wichtigeres gibt, als ein paar kranke Erwachsene die sich an ein paar bunten Pixeln aufgeilen. Da wollen doch nur Anwälte und Medien am Second Life Hipe profitieren. Was den Kampf der Kinderpornographie eher schadet als als nützt.
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geschrieben von Redaktion, 08.05.2007
Es geht nicht um die Erwachsenen, sondern um die Kinder - denn auch Kinder können auf diese Szenerien zugreifen. Und selbst bei Erwachsenen kann es zu psychologischen Effekten kommen, die in die "reale Welt" übergreifen. Menschen die virtuell Kinder vergewaltigen tun dies aufgrund ihrer Phantasien. Sie haben im realen Leben vielleicht einfach nur keine Gelegeneheit dazu oder es fehlt der Mut - Gottseidank.
Es sind nicht die Pixel, sondern der ganze Rattenschwanz an Negativeffekten der dort hinten dran hängt.
Abgesehen davon sind eben diese Pixel auch Kinderpornografie (zumindest juristisch gleichgestellt)
Die Bilder um die es in diesem Artikel geht, sind übrigens Reale gewesen.
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geschrieben von WulfWoolley, 06.02.2008
Liebe Redaktion,

ich selber bin seit einem Jahr Mitglied in SL (SecondLife) und will ja gar nicht bestreiten, das die oben genannten Dinge passieren. Aber auch ich finde die hier angestossene Diskussion etwas befremdlich. Zum einen gehen sie in dem Kommentar davon aus das sich Kinder in SecondLife befinden. SL ist eine Plattform für Erwachsene, dies muss man als Nutzer bestätigen. Wenn sich Kinder hier nun einloggen und damit ganz klar gegen die Richtlinien von Linden Lab verstossen, muss man da nicht den Eltern den Vorwurf der Aufsichtspflichtverletung machen?
Des weiteren bin ich der Meinung, das in den Sexuellen Handlungen die hier vorgenommen werden können nicht wirklich Kinderpornographie zu sehen ist. Das es Kranke Menschen gibt wissen wir alle, allerdings ist es nun auch nicht kinderpornographisch wenn ich mich im richtigen Leben als Pippi Langstrumpf verkleide und mit meinem Freund Sex habe, warum sollte es also kinderopornographisch sein wenn ein Erwachsener sich einen Avatar baut mit kindliche Zügen und dann mit anderen Avataren Sex hat.
Und abschließend selbst wenn alles zutrifft was Sie aufführen, ist es dann nicht besser das diese Menschen Ihre Krankheit auf einer Plattform ausleben als im richtigen Leben.
Ein Erwachsener dürfte damit ja keine Probleme haben wenn er sowas sieht.
Und für Kids gibt es ja wohl SecondLife for Kids!

Im übrigen finde ich es sehr traurig das man sich hier nur über negative Effekte von SL auslässt und gar nicht die poitiven Seiten heraushebt die SecondLife sehr wohl auch hat.
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geschrieben von aloha, 18.08.2008
Redet die meisten hier nicht alle etwas am Thema vorbei?
Es geht hier nicht darum, dass SL scheiße ist oder ob die missbrauchten Kinder "nicht echt" also virtuell waren, sondern es geht doch um das Prinzip.

Lässt man soetwas zu, dann akzeptiert man soetwas! Aber Kindesmissbrauch darf man nicht akzeptieren, egal ob es echte Kinder sind oder virtuelle.

Oder wäre es richtig, wenn euch jemand eine Geschichte erzählt, worin ein kleines Kind vergewaltigt/missbraucht wird...findet ihr das dann toll? Lacht ihr darüber? Denkt ihr, acht das ist ja nur ein Phantasiekind? Was ist, wenn das Kind den Namen eures Kindes trägt? Oder er gar über euer Kind erzählt? Denkt ihr dann, ach er redet ja nur darüber?

Es geht um das Prinzip, dass man solche Gedanken nicht noch gut heißen darf!
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