| Operation Roksana: Polnische Polizei verhaftet 120 Pädokriminelle |
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| Freitag, 29. Januar 2010 | |
(Radom (PL) / carechild) - In Polen hat die Polizei im Rahmen einer grossangelegten, landesweiten Razzia einen Pädokriminellenring zerschlagen, der in professionellem Ausmass Kinderpornografie verbreitete. 120 Pädophile wurden verhaftet.
Es ist eine der grössten Polizeioperationen in Polen gegen Kinderpornografie und Pädophile. Nach einer landesweiten Razzia, die zeitgleich am Donnerstag um 6 Uhr Morgens stattfand, wurden 120 Pädophile verhaftet, die im Verdacht stehen über eine P2P Tauschbörse im Internet Kinderpornografie verbreitet zu haben. Die Bande flog auf, als Polizeibeamte in Radom auf Bilder von Teilnehmern dieser Tauschbörse gestossen sind.
Insgesamt wurden 112 Computer, fast 7500 CD/DVD, Disketten, Videokassetten, Mobiltelefone und zahlreiche Fotoausrüstungen beschlagnahmt. Bei der sorgfältig geplanten Operation wurde der Einsatz von mehreren hundert Polizisten koordiniert. Zwei Teilnehmer waren der Polizei bereits bekannt - sie wurden früher bereits wegen der Herstellung von Kinderpornografie verurteilt. Den pädokriminellen Tauschbörsennutzern drohen Haftstrafen bis zu 8 Jahren für die Verbreitung von Kinderpornografie und bis zu 5 Jahren für den reinen Besitz. Im gegensatz zu Deutschland fallen in Polen Bilder vom sexuellen Missbrauch von Kindern unter 15 Jahren unter den Begriff Kinderpornografie (in Deutschland unter 14 Jahren). Operation Roksana ist nicht der einzige Erfolg der polnischen Spezialeinheit im Kampf gegen Pädophile und Menschenhandel. Bereits 2009 gab es insgesamt 8 grossangelegte Operationen, mit insgesamt 473 aus dem Verkehr gezogenen Pädophilen und mehr als 600 beschlagnahmten Computeranlagen. Zu diesem Thema bei Google suchen: Trackback(0)
Kommentare
(3)
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@Piratenparteiler, ich stimme Dir fast voll und ganz zu. Das mit den Dateinamen in den Tauschbörsen ist nicht ganz richtig, weil es sicher nicht allein nach Dateinamen geht (dann hätte man vermutlich Zehntausende festgenommen) sondern nach Hashwerten der Dateien. Diese sind für jede Datei einzigartig - obwohl theoretisch möglich das 2 Dateien den gleichen Hashwert haben. Aber 6 Richtige mit Zusatzzahl im Lotto drei mal hintereinander ist theoretisch auch möglich.
Zum anderen denke ich, es wird durch die Ermittlungen genügend Stoff für Folgeermittlungen und Identifizierungen geben. Eine Hausdurchsuchung ist ja immer erst der Anfang. Also wird es nicht dabei bleiben ein paar Konsumenten aus dem Verkehr zu ziehen. Mein Fazit: durchweg gelungene Aktion in Polen. Die Festnahmen begründen sich vermutlich auch durch das weitaus höhere Strafmaß das in Polen angedroht ist. Das wäre bei uns so nicht denkbar glaube ich.
@Zustimmung
Ganz recht, an den hashwerten kann der ermittler mit großer Sicherheit feststellen um welche Datei es sich handelt, für den Laien der sich nur das als jamesbond.avi getarnte video laden Will ist das nicht ersichtlich, da kann man schonmal den falschen beim Download erwischen. Vermutlich ist das aber nur die Spitze des eisbergs, die Leute die technisch einigermaßen clever sind werden solche Dateien nicht über öffentliche P2P Netze tauschen sondern in verschlüsselte archive packen. Dadurch bekommt dann die Datei einen neuen unaufälligen hashwert bzw die ermittler können nicht zur nötigen beweissicherung drauf zugreifen. Zumindest wird das bei urheberrechts verletzenden inhalten immer mehr gemacht, würde mich da nicht wundern wenn solche Schwerkriminellen das schon lange machen. Ein insgesamt sehr schwieriges Thema, da sollten sich die Behörden mal mit den Hackern vom CCC zusammensetzen um Methoden zu finden die über die jetzigen ermittlungen in den zumeist offenen P2P netzen hinaus gehen können. Nicht zuletzt mehr internationale Kooperation um z.B. Überweisungen an kommerzielle Portale einfach zurückverfolgen zu können und ähnliches. Sie muessen angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben. Bitte registrieren, wenn Sie noch kein Konto haben.
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Von daher wäre es auf jeden Fall am wichtigsten an die Drahtzieher zu gelangen vor allem um die Kinder endlich befreien zu können. Dafür reicht es aber kaum aus nur wie bisher an der Oberfläche zu kratzen, das geht eben nicht indem man nur im Internet sucht oder Nutzlose Websperren verhängt. Wenn man dieser Mafia an den Kragen will dann geht das nur wenn man die Behörden im reallife besser ausstatten, Lehrer und Kindegärtner so ausbilden das sie die Symptome von Mißhandlungen erkennen und melden können damit Mißbrauchsverhältnisse möglichst schnell aufgelöst werde können.