| Forscher entdecken mögliche Ursache für Pädophilie |
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| Sonntag, 22. Juli 2007 | |
Magdeburg (carechild) - Einer Forschergruppe der Uni Magdeburg ist möglicherweise der Durchbruch in der Grundlagenforschung über die Ursachen der Pädophilie gelungen. Demnach weisen Pädophile eine Veränderung im Gehirn auf.
Bis zur Veröffentlichung Ihrer Studie im "Archives of General Psychiatry", einem medizinischen Fachblatt, gab es höchstens Spekulationen über die Ursache von Pädophilie. Während einige (vorwiegend Strafverteidiger) die These vertraten, dass die Ursache in der eigenen Kindheit durch selbst erlebten sexuellen Missbrauch liegt, meinen die anderen Hormonstörungen oder genetische Defekte auszumachen.
Nichts von dem ist nun noch wahrscheinlich. Die Forschungsgruppe hat bei 15 untersuchten Pädophilen, die sich im Massregelvollzug befinden und durchscnnittlicher Intelligenz sind, Veränderungen an einem Teil des, für die Verarbeitung von Emotionen zuständigen, limbischen Systems festgestellt. Mit einem Magnetresonanztomographen wurde das Gehirn untersucht. Dabei stellten die Forscher fest, dass bei 8 Untersuchten die rechte Amygdala ca. 20% kleiner war als normal. Das Limbische System, deren Teil auch die Amygdala ist, verarbeitet Emotionen wie Angst, Freude und auch sexuelle Erregung. Ist dieser Teil unterentwickelt, verbleibt die Möglichkeit Emotionen zu verarbeiten und sexuelle Reize Erwachsener in Verbindung mit Sexualhormonen und eigener Erfahrung zu verknüpfen und zu erlernen, auf einem vorpubertären Niveau. Dies führt dazu, dass zwar der starke Sexualtrieb eines Erwachsenen vorhanden ist, dieser sich aber nicht an Erwachsene richten kann. Eine der Vermutungen für die Gründe von Pädophilie wurde zweifelsfrei widerlegt. Der möglicherweise selbst erfahrene sexuelle Missbrauch in der Kindheit spielt bei der Pädophilie keine Rolle. Bei Stress, insbesondere Dauerstress, wächst die Amygdala nämlich und schrumpft nicht. Die Forscher halten die Ergebnisse für eine ausreichende Basis für die Grundlagenforschung, nahmen aber vorsichtshalber gleich die Hoffnung auf weitergehende Verwendung. Nach dem derzeitigen Stand ist es beispielsweise nicht möglich Pädophile durch ein "scannen" zu identifizieren oder Verfahren für eine sichere Rückfallprognose zu entwickeln. Sicherlich lohnt aber die Forschung in diesem Bereich ganz besonders und erscheint erfolgversprechender als beispielsweise die merkwürdig anmutenden, geheimnisumwitterten Therapieversuche des Charitéprojektes um Prof. Beier. Forschungsgruppe Bernhard Bogerts und Kolja Schiltz von der Otto von Guericke Universität Magdeburg Zu diesem Thema bei Google suchen: Trackback(0)
Kommentare
(11)
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Wow, ich hätte nicht gedacht, dass eine physische Veränderung im Gehirn die Ursache für Pädophilie ist. Natürlich hat man schon mal etwas von den bereits bestehenden Theorien gehört oder gelesen, daher ist es nun schon fast schockierend zu erfahren, dass diese nicht mehr wie bisher angenommen richtig sind. Ihr Forscher der Uni Magdeburg: vielen Dank für diese Erkenntnis! Eure Arbeit hat sich ja anscheinend gelohnt. ;-)
Wobei man ja schon fragen kann, inwieweit eine Testgruppe, die a) ausschließlich aus Straftätern und b) aus nur 15 Personen besteht, denn repräsentativ sein soll.
Also warum die Testgruppe ausschliesslich aus Straftätern besteht liegt doch auf der Hand. Die sind verfügbar. Die konnten ja wohl schlecht eine Annonce in der Zeitung aufgeben mit einem Text wie "Wollten Sie nicht schon immer einmal ins Gefängnis? Machen Sie ihr Geständnis doch sozialverträglich in unserer Studie"
Ich glaub nicht das da jemand mitgemacht hätte.
Also, ob repräsentativ (der Teilnehmerzahl wegen) oder nicht. Das Resümee daraus lautet eindeutig: nicht therapierbar!!!! Macht das jetzt uns Eltern Angst oder Hoffnung????
physische Veränderung im Gehirn als Ursache? Das ist doch wohl wie mit dem "'Ei und dem Entchen", was war zuerst da?
Dass sich diese Neigung irgendwo körperlich niederschlägt, ist ja wohl zu erwarten. Schon mal was davon gehört, dass unser Gehirn plastisch ist, also in Wechselwirkung mit unseren sozialen Prägungen steht? Was kommt als nächstes? Die Entschuldigung ich-hab-dein-kind-geschändet-aber-ich-kann-nix-dafür, oder wozu dienen solche Ergebnisse?
Reine Arbeitsbeschaffungsmassnahme. Die Ergebnisse bringen absolut keinem etwas ausser das Erfolgserlebnis für die Forscher.
Also: keine Therapie möglich.
Dann bleibt es nun nur das Wegsperren und zwar für immer.Fertig. (gleich melden sich die Gegner mit einem lauten Protest: das ist dann DOCH eine Kraknkheit! Kranke darf man nich wegsperren! ). Ich bin der Meinung, dass man das durchaus praktizieren sollte, weil die mögliche Schäden, die der (arme) Kranke verursachen kann sind zu groß.
Hallo zusammen,
ich habe regelmäßig mit Fachleuten zu tun, die sich der Erforschung der Pädophilie widmen. Und deren Aussage ist: "Pädophilie ist eine Störung, die in gleicher Weise durch biologische, psychologische und soziologische Faktoren bestimmt ist. Welche bio-psycho-sozialen Faktoren bei dem Entstehen einer pädophilen Sexualpräferenz in welcher Konstellation zusammen kommen, ist bisher nicht bekannt. Jede Reduktion dieser Problematik auf nur einen dieser Faktoren greift zu kurz." Darüber hinaus ist das Präventionsprojekt "Dunkelfeld" nicht geheimnisvoll sondern sehr hilfreich. Dieses Projekt verhindert Übergriffe! Und mindestens hierin liegt seine Existenzberechtigung. Und wenn jemand wirkliche Pädos untersuchen will, braucht er sich nur an das Projekt "Dunkelfeld" zu wenden. Von Gehirnen von Kriminellen auf Gehirne von Pädos zu schließen ist unwissenschaftlicher Unfug, nichts weiter. MfG NewMan
Dem Schluß der Forscher, dass womöglich ein biochemische / anatomische Veränderung des Gehirns Ursache für Pädophilie ist, kann man ein anderes Phänomän entgegen halten.
Stress lässt den Hippocampus schrumpfen, wird jedenfalls behauptet. Die Pädophilie-Forscher würden das wohl so interpretieren: kleiner Hippocampus macht Menschen zumindest stressanfällig.
Wieso schreiben hier einige aufgrund der neuen Forschungsergebnisse, dass Pädophilie demnach nicht therapierbar wäre?
In diesem Sinne war Pädophilie noch NIE therapierbar. Es geht und ging nie darum die Pädophilie mittels Therapie zu ellimnieren, das geht nämlich leider nicht. Pädophilie ist nüchtern betrachtet nichts anderes als eine sexuelle Neigung. Es ist auch nicht möglich aus einem heterosexuellen Menschen einen homosexuellen zu machen. Bei der Therapie von Pädophilen ging und geht es einzig und allein darum, dass die Pädophilen lernen mit ihren Neigungen umzugehen, so dass sie niemanden Schaden zufügen (die Charite in Berlin ist ein gutes Bsp.) Dieses Getöse mit den Schlagwörtern "wegsperren" "Todessrafe" "Kastration" etc. hilft niemanden auch nicht den Kindern! Sie muessen angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben. Bitte registrieren, wenn Sie noch kein Konto haben.
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Magdeburg (carechild) - Einer Forschergruppe der Uni Magdeburg ist möglicherweise der Durchbruch in der Grundlagenforschung über die Ursachen der Pädophilie gelungen. Demnach weisen Pädophile eine Veränderung im Gehirn auf.



