Home arrow Newsarchiv arrow Sexueller Missbrauch - Vater legt Geständnis ab
Sexueller Missbrauch - Vater legt Geständnis ab Drucken
Mittwoch, 18. April 2007
richterhammer_kl.jpgKassel (carechild) - "Er hat gesagt, ich sei schuld. Wenn ich ihm mehr zu Willen wäre müssten nicht die Kinder ran.", so die Mutter der missbrauchten Kinder im Prozess gegen den tausendfachen Kinderschänder. Diese hatte ihn quasi in flagranti erwischt - und nichts unternommen.


Der Angeklagte 57 jährige versucht krampfhaft sein Gesicht hinter einer Zeitung zu verstecken. Er sitzt mit dem Rücken zum Publikum. Nach dem Ausschluss der Öffentlichkeit gesteht er dann den sexuellen Missbrauch an seiner Stieftochter, seiner Tochter und seinem Stiefsohn - allerdings "nur" alle 2-4 Wochen.

Schwere Kindheit?

Der Angeklagte selbst schwieg und liess seinen Verteidiger sprechen. "Er bereut es und er kann sich sein Verhalten nicht erklären." Es läge vielleicht daran, dass er selbst als Kind sexuell missbraucht wurde.

Dieses rührselige, von Strafverteidigern gern zum erreichen einer Strafmilderung genutzte, Scheinargument ist seit einer grossangelegten Kriminalstudie in der Schweiz allerdings Makulatur. Die eigene Kindheit hat nachweisbar mit begangenen Straftaten rein gar nichts zu tun.

Die Aussagen der Kinder

Die heute 32 jährige Stieftochter sagte aus, die Kinder mussten den Angeklagten bis zu 3 mal täglich sexuell befriedigen. 13 Jahre lang wurde sie von ihm sexuell missbraucht. Erst nach vielen Jahren konnte sie überhaupt darüber sprechen.

Auch die Aussage des Stiefsohnes macht fassungslos. Er erinnerte sich daran, wie sein Stiefvater eines der Kinder an sein Bett rief, es solle ihm Kaffee bringen. Dann lag er bereits nackt, mit aufgeschlagener Decke, dort und das Kind musste ihn oral befriedigen. Der Pädokriminelle Angeklagte leugnet das nicht.

Die schwere Schuld der Mutter

Die, heute 54 jährige, Mutter der Kinder machte ihre Aussage unter Tränen, berichtet von Vergewaltigung, häuslicher Gewalt, Demütigungen. Sie hatte den Sexualverbrecher einmal "in flagranti" beim sexuellen Missbrauch erwischt. Er hatte ihr damals versprochen es nie wieder zu tun, gab aber ihr die Schuld daran: "Er hat gesagt, ich sei schuld. Wenn ich ihm mehr zu Willen wäre müssten nicht die Kinder ran. Danach tat ich alles was er wollte", so die Mutter.

Trotzdem zeigte sie ihn nicht an, aus Angst vor seiner Brutalität. "Er konnte doch mit mir machen was er wollte, ich habe nicht gedacht, dass er sich nochmal an den Kindern vergehen wird". Sie weint während dieser Sätze.

Was soll man auch von einer Frau erwarten, die selbst der Geliebten Ihres damaligen Mannes Kaffee ans Bett bringen musste, nachdem diese sich mit ihm vergnügte. Ihr Wille war längst gebrochen.

Das Strafmass für Seelenmord

Staatsanwaltschaft und auch die Verteidigung gehen von einer mehrjährigen Haftstrafe aus. Und jeder der bei Verstand ist hofft auf anschliessende Sicherungsverwahrung.

Die Opfer haben bereits lebenslang bekommen.



Weitere Artikel zu diesem Verfahren:

Prozessbeginn: Sexueller Kindesmissbrauch in 3700 Fällen
Sexueller Missbrauch: Gericht verwirft 3200 Fälle - wegen Verjährung

Tag: Kassel-Urteil

Zu diesem Thema bei Google suchen:


Trackback(0)
Kommentare (2)add
Fuer den Inhalt der Kommentare sind die jeweiligen Urheber verantwortlich. (Userinhalte)

...
geschrieben von Silkeseide, 29.06.2007
...weggesperrt für immer dieses Monster... die Mutter der Kinder, seine Frau hätte ihn gleich nach den ersten flagranti anzeigen sollen, es gibt Frauenhäuser wo man geholfen bekommt...!
...
geschrieben von Silkeseide, 29.06.2007
...weil er als Kind sexuell missbraucht wurde, oh man was für ein armes S......!
Sie muessen angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben. Bitte registrieren, wenn Sie noch kein Konto haben.

busy
 
< zurück   weiter >
erzeugt in 0,31521 Sekunden