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Haftbefehl: Kinderschänder-Pfarrer in Regensburg schlug erneut zu Drucken
Samstag, 01. September 2007
kathedrale_regensburg.jpgRegensburg (carechild) - Das Bistum Regensburg kommt nicht zur Ruhe. Der erst neulich bekannt gewordene Skandal um einen verurteilten Kinderschänder als Pfarrer weitet sich aus. Der Pfarrer der Gemeinde Riekofen, Peter K., wurde nun verhaftet, weil er erneut ein Kind missbraucht haben soll und Fluchtgefahr bestehe.




Erst Im Juli wurde bekannt, das das Bistum Regensburg einen Pfarrer eingesetzt hat, der vor 8 Jahren 2 Jungen im Alter von 9 und 12 Jahren missbraucht hat und dafür rechtskräftig verurteilt wurde.

Generalvikar Michael Fuchs hat stets alle Vorwürfe deswegen mit der Begründung zurückgewiesen, der Pfarrer sei laut einem psychiatrischen Gutachten geheilt. Er habe keine Notwendigkeit gesehen den kriminellen Pfarrer aus dem Dienst zu entfernen und verliess sich auf die Scharlatane, die das Gutachten verbrochen haben. Der aktuelle Stand der Wissenschaft und Medizin, dass Pädophilie unheilbar ist war ihm sicher bekannt, offenbar jedoch vollkommen egal.

Ein folgenschwerer Fehler. Wer einmal ein Kind missbraucht, macht dies immer wieder sofern er Gelegenheit dazu erhält.

Jahrelanger Kindesmissbrauch durch den Pfarrer
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Sexualverbrecher vor, jahrelang einen Ministranten (Messdiener) missbraucht zu haben. Entsprechende Hinweise kamen aus der Bevölkerung und konnten "durch Ermittlungen erhärtet und konkretisiert werden". Nähere Angaben macht die Staatsanwaltschaft derzeit nicht um weitere Ermittlungen nicht zu gefährden.

Peter K. wurde am Donnerstag in Untersuchungshaft genommen, weil Fluchtgefahr bestehe.

Generalvikar Michael Fuchs gab dem Pfarrer die Gelegenheit dazu nahezu unbegrenzt. Als Ortspfarrer war er auch für den Kommunionsunterricht von 8 jährigen Kindern zuständig. Genau das bevorzugte Alter des katholischen Sexualverbrechers. Fuchs nahm billigend in Kauf, das weitere Kinder durch ihn gefährdet werden. Er führte dem pädokriminellen Priester ja quasi neue Opfer auf dem Serviertablett zu.

Michael Fuchs ist dadurch direkt verantwortlich für den Kinderschänder seines Bistums, den er problemlos hätte verhindern können.

Eine Vorgehensweise, die in der katholischen Kirche jedoch üblich ist. Kinderschändende Priester werden nicht etwa entlassen, sondern vielmehr lediglich versetzt und verwarnt. Neue Gemeinde - neues Glück.

Der nachmittelalterliche Ablasshandel

Eltern von Opfern wird zwar grosszügige Hilfe angeboten, jedoch mutmasslich nur dann wenn diese eine Verschwiegenheitserklärung abgeben und sich verpflichten darüber nicht mehr zu sprechen - natürlich im Interesse des Opfers, wie die Kirche ständig beteuert. So ist es auch im letzten Fall des Pfarrers geschehen. Die Erzdiözese Regensburg übernahm die Behandlungs- und Betreuungskosten für die beiden Opfer - mussten die Eltern dafür schweigen?

Ablasshandel einmal anders herum.

Generalvikar Michael Fuchs "geschockt"
Mit den Vorwürfen konfrontiert sah sich Generalvikar Michael Fuchs zu einer Stellungnahme veranlasst. Darin teilte er mit, dass der Pfarrer vom Dienst suspendiert wurde und den Betroffenen menschliche, therapeutische und pastorale Hilfen angeboten werden. Er persönlich sei "schockiert".

Ob die Angehörigen für die angebotene Hilfe schweigen müssen, liess er offen.


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Kommentare (4)add
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geschrieben von Maren, 04.09.2007
Prima, ich hatte diesbezueglich vor ein paar Monaten ein Interview dazu verfolgt, der arme, arme Pfarrer... Es wurden diverse Leute aus seiner Gemeinde befragt, sie fanden es toll, wie er mit den Kindern umgehen kann und er hatte ihr uneingeschränktes Vertrauen. Wie dumm kann man nur sein. Die missbrauchten Kinder werden ihren Eltern diese Frage hoffentlich einmal stellen.
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geschrieben von Wilhelm Johann Treimer alias DonGiovanni 07, 11.09.2007
Bin der Vater der mißhandelten Kinder 94234 Viechtach durch Pfarrer (****** Name entfernt durch Mod.: sorry, aber das geht nicht...) , habt ihr mich vergessen ! Bin am Jackobsweg in Nordspanien unterwegs , habe noch keine einzige Antwort von der Obrigkeit erhalten ......Sorry wollte ich bloß , und so mal loswerden .....
er Peregino on the way
SANTIAGO DE COMPOSTELA
Don Giovanni 07
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geschrieben von snowflower, 17.09.2007
und "liebe" Elke - was jetzt...
wenn ich ihr posting im anderen thread denke, wird mir jetzt noch übel!
...
geschrieben von Eike, 28.09.2007
Liebe(r) Snowflower,
ich schaue hier nur sehr sporadisch rein, und deshalb erst heute eine Antwort.
Das ihnen bei meinem fraglichen Posting im anderen Thread übel wird, tut mir leid.
Für die, die nicht (mehr) auf diesen anderen Thread zugreifen können oder wollen:
Der Kern meines Postings war eine Frage:
"Halten Sie es nicht für möglich, dass er - auch durch die Psychotherapie - nun gelernt hat, mit seiner phädosexuellen Veranlagung verantwortlich umzugehen und nicht mehr in diesem Bereich straffällig zu werden?"
Ich gebe zu bedenken:
Diesen Eintrag habe ich am 2. August geschrieben - über die Rückfälligkeit des betreffenden Pfarrers konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts wissen.
Leider ist es nun mit hoher Wahrscheinlichkeit wohl so, das er dieses nicht gelernt hat - und hat nun wohl auch die Konsequenzen zu tragen.
Ich denke aber, dass es möglich ist, auch mit einer pädosexuellen Veranlagung verantwortlich umzugehen, keinem Kind zu schaden und nicht straffällig zu werden.
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