| Bundestrutschel Ulla Schmidt - Die Kinderschutzbremse |
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| von Michael Kappe | |
| Montag, 26. November 2007 | |
(CareBlog) - Pharma-Ulla schafft es sowieso schon in die Top-Ten der unbeliebtesten Politiker. Zu Recht - nur die Platzierung ist noch nicht hoch genug. Allen Ernstes verweigert die Bundesgesundheitsministerin Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Kindesmisshandlungen. Mit einer beachtlichen Begründung....
Sie steckt lieber den Kopf in den Sand, anstatt etwas zu unternehmen - frei nach dem Motto: nur wer nichts macht, macht nichts verkehrt.
Unsere derzeitige Bundes-Pharma-Trutschel Ulla Schmidt verweigert ein Frühwarnsystem zur Erkennung von Kindesmissbrauch mit der Begründung, es könnten auch unschuldige Eltern in Verdacht geraten. Na Bravo - eine bessere Kinderschutzbremse können sich gewalttätige Eltern ja kaum wünschen. Vielleicht scheut Pharma-Ulla ja auch die Mehrkosten, die dadurch entstehen. Das wäre natürlich Geld, welches man den grossen Pharmakonzernen nicht mehr dorthin schieben könnte, wo die Sonne nicht scheint. Nein, unsere Bundestrutschel verhätschelt lieber weiter unsere Gross-Lobbyisten, erlaubt weiter die Medikamentenabzocke im grossen Stil, die vielfach überteuerten Wucherpreise, die man in Deutschland für Medikamente zahlen muss, die im Ausland (auch im europäischen) für SEHR viel weniger Geld zu haben sind. Lässt sich prima durch Erhöhung der Kassenbeiträge finanzieren. Wenigsten schreit der eine oder andere bei so viel Versagen der gelernten Grundschullehrerin mal auf und kritisiert auch öffentlich. So beispielsweise die niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU): "Es kann doch nicht sein, das man aus Angst vor Fehlern nichts tut!" In einem Land wo das Gesundheitswesen von Grundschullehrern organisiert und abkassiert wird ist halt alles möglich. Aber Pharma-Ulla macht ja was. Sie lässt statt Vorsorgeuntersuchung ein Merkblatt für Ärzte entwickeln, damit diese Kindesmissbrauch besser erkennen. Ein Faltblatt statt Früherkennung. Armes Deutschland - arme Kinder. Ulla? Ullaaa? Hau endlich ab! Zu diesem Thema bei Google suchen: Trackback(0)
Kommentare
(17)
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Oh...Herr Kappe....so doch nicht, oder?
Mit "Leser" bin ich kompatibel und denke, dass der Ton doch etwas gemäßigter sein sollte, wenn auch der Bericht sinngemäß mit meiner Meinung übereinstimmt. Nach U.Schmidt wird das mühsam aufgebaute Gesundheitssystem gnadenlos zusammengestrichen. Das Wort Kaputtsparen erhält eine neue, düstere Note. Mich haben die Kommentare der verschiedenen Politikerinnenin zur Sache des Todes von Lea-Sopie sehr erschreckt. Ich empfand die Aussagen als Heuchelei. Ich frage mich täglich: warum halten wir still die Wange hin? Maxi
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@trainii: Lea-Sophie, Kevin, 3 versteckte Babys auf dem Dachboden, 9 verbuddelte Babys in Blumenkästen... - Wieviele misshandelte und getötete Kinder soll es in unserem Land denn noch geben? Offenbar sind heutzutage viele Mütter derart überlastet oder unfähig, dass eine gewisse Kontrolle in Form von Pflichtuntersuchungen bei Kleinkindern nicht schaden kann. Jeder, der nur das Beste für seine Kinder will, wird das nicht als "Einmischung ins Privatleben" mißverstehen!!!!
@Leser: Wie kommen Sie denn darauf, das dies ein redaktioneller Artikel ist? Es ist ein Blogeintrag (quasi eine Kolumne), darum stehe ich als Autor dort. Die Kommentarregeln gelten (wie unerwartet) für Kommentare, das kann Ihnen gefallen oder nicht, ist aber ganz einfache Mathematik.
@trainii: Aha. Sie sind gegen ein Frühwarnsystem weil es lange dauert bis es ausgereift ist. Das ist eine so scharfsinnige Logik, dass ich gar nicht weiss was ich sagen soll.... @Jemand: Es legitim es mit bissiger Satire hart an der Grenze zu machen. Und die Bezeichnung als Bundestrutschel ist nicht dramatisch für jemanden, der soviel dummes Zeug zu verantworten hat. Und Sie haben Recht, es sollte nicht so ernst genommen werden.
@Karla: Absolut richtig. Ich höre hier so grosse Aufschreie von so vielen Menschen. Da ist von "Einmischung" die Rede, von staatlicher Überkontrolle und so weiter, blahblah. Dabei geht es nur um einen Versuch etwas mehr Schutz für die kleinsten und wehrlosesten zu erreichen. Und mehr als ein Versuch ist es doch auch nicht.
Niemand behauptet, das so ein Frühwarnsystem das Nonplusultra ist, vielleicht funktioniert es auch gar nicht. Vielleicht können gar keine verbindlichen Kriterien zur Beurteilung in den Untersuchungen aufgestellt werden. Vielleicht gibt es zu viele Schlupflöcher für gewalttätige Eltern. Vielleicht, vielleicht, vielleicht. Wenn wir so einen Versuch nicht unternehmen, finden wir das niemals heraus. Und wenn die Bundestrutschel (sorry, aber der Begriff ist mir gestern morgen eingefallen und ich musste dabei spontan an Pharma-Ulla denken, daher die Verknüpfung) von vornherein meint es ist unnötig/unsinnig, dann ist der Gipfel der Dummheit und Ignoranz erreicht. Wenn es sich nicht bewährt, kann man es verbessern. Wenn es sich nicht verbessern lässt, kann man es auch wieder abschaffen. Aber VERSUCHT haben wir es dann wenigstens.
Groesster Schwachsinn aller Zeiten. Seit Sparwunder Ulla bestimmen nicht mehr die Ärzte welche Medikation erforderlich ist sondern die Kassen auf Grund von Kosten-Nutzenanalysen; wer nicht zuzahlen kann hat Pech gehabt und deshalb auch die Kinder des sowieso schon abgehängten Präkariats. Sorry für alle, die in der GKV verbleiben müssen. Und Tschüss!
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Du übersiehst da wohl etwas. Ob die Fälle aus den Medien den Jugendämtern schon vorher bekannt waren oder nicht spielt doch gar keine Rolle. Glaubst Du Jugendämter kontrollieren ob kleine Kinder blaue Flecken am Körper haben?
Ausserdem, in Bayern geht es doch auch. Alle Eltern in Bayern werden ab Anfang nächsten Jahres zur Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen für kleine Kinder verpflichtet.Zur Durchsetzung der Pflicht zur Vorsorgeuntersuchungen wird beim Besuch von Kindertageseinrichtungen, bei der Einschulung und beim Landeserziehungsgeld der Nachweis des Kinderarztes verlangt werden.
Wobei mir natürlich auch klar ist, dass dies die kleinsten kaum erfasst und wahrscheinlich auch ein paar Lücken hat. Aber es ist ein Anfang der Schule machen sollte.
Diskussionen über Diskussionen nur was bringt´s?
Das man als Elternteil nur sein Kind in den Kindergarten oder in die Schule nur mit einem komplett eingaltenen Kindervorsorgeplan (U1-U10000) bekommt, ist doch schon länger so. Hier in Deutschland ist alles festgelegt und trotzdem hilfst im endefekt niemanden. Dei ganzen Institutionen, wie z.B Jugendämter, sollten einmal Ihre Mitarbeiter nach Ihren Fähigkeiten überprüfen. Ich selbst habe leider sehr oft feststellen müssen, dass dort oft nicht mal Menschen arbeiten die selbst Kinder haben, geschweige denn, von Kindern eine Ahnung haben. Man kann sich über alles aufregen, doch zuerst sollte man sich selbst im Spiegel betrachten.
@Gast: Richtig ist, wenn jeder vor seiner eigenen Tür zuerst kehren würde, wären wir alle schon einen Schritt weiter. Alles andere ist Schwachsinn! Der komplette Vorsorgeplan interessierte bisher bisher weder im Kindergarten noch in der Schule. Lediglich eine schulärztliche Untersuchung kurz vor der Einschulung war/ist bisher vorgeschrieben. Wieso sollte ein Mitarbeiter des Jugendamtes eigene Kinder haben? - Würde das etwas an seiner sozialen Kompetenz ändern? Es ist absolut notwendig, dass das Jugendamt entsprechenden Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder auf die Finger schaut: Für jeden Pups braucht man in Deutschland eine Befähigung, nur Kinder kann jeder Volldepp in die Welt setzen, um sie dann zu mißhandeln, zu vergewaltigen oder umzubringen. Eine gewisse Kontrolle ist einfach notwendig, wie die Vergangenheit gezeigt hat!!
@Karla
Zitat Wieso sollte ein Mitarbeiter des Jugendamtes eigene Kinder haben? - Würde das etwas an seiner sozialen Kompetenz ändern? ___________________________ Nein nicht unbedingt, doch dazu mal ein Beispiel. Du wirst zum Jugendamt geladen, hast aber ein kleines Kind von 6 Monaten, dass Du natürlich zum Termin mitnehmen musst. Zuerst wirst Du im Vorraum angepflaumt das Dein Kind nach 2 Stunden Wartezeit das Quängeln angefangen hat, da fragt man Ihn wie so stört Sie das? "Er antwortet, Kinder nerven." Dann endlich nach 2,5 Stunden kommt Du dran im Zimmer des JA, nimmst Du Platz und bekommst direkt vor den Latz geknallt, mussten Sie Ihr Kind denn zum Termin unbedingt mitbringen, hätte Ihre Mutter oder jemand anderes nicht auf Ihr Kind auf passen können? Da stell ich jetzt einfach mal die Frage in die Runde, ist das OK? Nicht ein Einzelfall, kann ich nur sagen. Deshalb meine Anregung. Zecks Volldepp. An was sollte man denn nach Deiner Meinung fest machen das jemand ein Kind bekommen darf, dass würde mich jetzt mal interessieren. Man darf auch nicht den seelischen Missbrauch vergessen, der Körperliche vergeht, aber der Seelische macht Dich fertig. Ich spreche aus Erfahrung.
Dein Beispiel ist natürlich ein Armutszeugnis für das Jugendamt - wie die vielen Vorkommnisse der jüngsten Vergangenheit auch. - Keine Frage! - Thema Volldepp: Das kann man leider an NICHTS festmachen (um mal deine Wortwahl aufzugreifen). Das Tragische ist ja gerade, dass Kinder aus jeder sozialen Schicht und auch in scheinbar intakten Familien mißhandelt werden. Deshalb ist die Arbeit des Jugendamtes absolut unerlässlich und notwendig. Und anstatt auf darauf herumzuhacken, sollte man sich Gedanken machen, wie man die Arbeit des JA optimieren kann. Schließlich geht es um das Wohl vieler Kinder, denen es ohne die Hilfe des JA ziemlich dreckig gehen würde.
Hier wird so fanatisch über die Kinder gesprochen, und meiner Meinung nach wird dabei etwas ganz Wichtiges außer acht gelassen: Die Eltern. Insbesondere in bildungsfernen und sozial schwachen Schichten müsste ein besseres Monitoring der Eltern stattfinden, Hilfestellung durch Sozialarbeiter und Erzieher etc, damit es erst gar nicht zu solchen Szenarien kommen kann. Viele dieser Mütter haben eben wirklich nicht nur keine Ahnung, sondern sind auch emotional verkümmert. Schaut euch nur mal (wenn ihr euch das antun wollt) die Sendung We are family auf pro7 an - ein Kaleidoskop deutscher Familien und eine wahre Freakshow. Die Probleme sitzen ganz woanders hier, und wenn wir nicht ganz ganz schnell etwas für die Allgemein- und Herzensbildung tun, wird es hier nur immer schlimmer und schlimmer werden. Wir brauchen keine Ärzte, die bei jedem blauen Fleck eine Misshandlung vermuten. Wir brauchen Fachleute, die UNFÄHIGE ELTERN erkennen und da ansetzen - dann geht es auch den Kindern gut.
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(CareBlog) - Pharma-Ulla schafft es sowieso schon in die Top-Ten der unbeliebtesten Politiker. Zu Recht - nur die Platzierung ist noch nicht hoch genug. Allen Ernstes verweigert die Bundesgesundheitsministerin Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Kindesmisshandlungen. Mit einer beachtlichen Begründung....




meinen Sie nicht, daß die hier aufgestellten "Kommentarregeln" sinngemäß auch für redaktionelle Artikel gelten (sollten)? Vielleicht denken Sie mal über Regel Nr. 1 nach...
Auf jeden Fall tun Sie Ihrer Sache mit solchen verbalen Breitseiten unter die Gürtellinie keinen Gefallen.
Und nur mal so am Rande: die "Pharma- Freundlichkeit" der Frau Schmidt hat in den "verhätschelten" Unternehmen bereits mehrere tausend Arbeitsplätze gekostet, Ende nicht abzusehen.
Man kann (und muß vermutlich, wenn man genauer hinguckt) die Qualität der Arbeit von Frau Schmidt durchaus in Frage stellen. Denn ihre sogenannten Reformen sind letztlich sämtlich Rohrkrepierer und Bürokratie- Vermehrer, deren einziger, nachhaltiger Effekt bisher kontinuierlich steigende Verwaltungsausgaben sind.
Aber da bietet sich genug Angriffsfläche in der Sache, so daß man nicht ausfallend werden müßte...