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Bundesfamilienministerin will Kinderpornos verbreiten Drucken
von Michael Kappe   
Dienstag, 20. Januar 2009
(CareBlog) Ist das nicht mal eine Schlagzeile? Warum ist sie nur nirgendwo zu lesen? Nein das ist kein Schreibfehler, kein Vertipper - sondern die Wahrheit. Unsere sympathische Bundesfamilienministerin möchte Kinderpornografie im Internet  sperren und wird das Gegenteil erreichen. Ursula von der Leyen wird Schuld daran tragen, wenn Sperrlisten mit Internetadressen die Kinderpornografie enthalten zukünftig wie Einkaufsführer gehandelt werden. Was also steckt wirklich dahinter?


Mit der geplanten Zensur von Internetinhalten wird es eine weitere Liste der Grausamkeiten geben, die in absehbarer Zeit im Internet veröffentlicht wird. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen schwört auf die misslungenen Versuche unserer europäischen Nachbarn, Internetinhalte durch die Provider zensieren zu lassen.

Weil unsere Nachbarn ja so erfolgreich damit sind. Weil bei unseren Nachbarn ja täglich so viele Zugriffe unterbunden werden. Ist das tatsächlich so? Oder steckt hinter den frommen Wünschen der Ursula von der Leyen eine ganz andere, höchst anti-freiheitliche, Figur auf zwei Rädern?

Fakt ist, unsere Nachbarn sind mit ihren Zensurvorhaben gescheitert. Deren Sperrlisten kursieren ganz offen im Internet, sozusagen als Einkaufsführer für Pädokriminelle. Auf der dänischen Sperrliste beispielsweise befinden sich auch Domains, die mit Kinderpornografie nun so rein gar nichts zu tun haben. Zum Beispiel eine Spedition.

Auch die täglich geblockten Zugriffe erscheinen in einem anderen Licht, wenn man bedenkt, dass niemand nachvollziehen kann, ob diese Zugriffe nicht dennoch stattfinden (unter technisch leicht möglicher Umgehung der Zensur). Jemand der Kinderpornografie im internet sucht, lässt sich von diesen technischen Spielereien jedenfalls nicht abhalten.

Tatsächlich steckt aber etwas anderes hinter den Zensurplänen. Und dieses "etwas" hat auch einen Namen: Wolfgang Schäuble. Niemals hätte sich jemand ernsthaft mit Zensurplänen befasst, wenn diese zweirädrige Demokratiekatastrophe diesen Vorschlag gemacht hätte. Stasi-Wolfgang traut man nicht mehr. Darum musste eine Sympathieträgerin her, der ausschliesslich gute Motive unterstellt werden würden.

Glauben Sie nicht? Dann denken Sie mal darüber nach, warum ausgerechnet Wolfgang Schäuble an den vertraulichen Beratungsgesprächen (die eigentlich Anweisungsgespräche heissen müssten) mit den sieben grössten Zugangsprovidern teilgenommen hat.

Operation "Sympathieträger" ist geglückt. Die Medien berichten vollständig unkritisch über die Zensurpläne der Regierung. Soll ja auch nur Kinderpornografie zensiert werden. Stimmt. Heute schon. Aber was ist morgen?

Es ist eine geschichtliche Wahrheit, das Missbrauchsmöglichkeiten genutzt werden, sobald sie bestehen. Das war bislang noch nie anders, gerade wenn es um Regierungskriminalität geht, die hierzulande gern totgeschwiegen und erst recht nicht verfolgt wird. Sonst sässen Ex-Kanzler Schröder (volkerrechtswidrigen Angriffskrieg unterstützt) und Ex-Aussenminister Fischer (Visum-Affäre) längst im Knast. Von der dicken Birne ganz zu schweigen. Strafrecht ist eben mehr Politik als Recht.

Zensur kann Kinderpornografie nicht wirksam bekämpfen, wird aber unser Gefühl für Freiheit für immer verändern. Zumindest bei denen, die mal für 5 Cent darüber nachdenken.



Mehr zu diesem Thema:

Downloads:
CareChild Versuch - Bekämpfung kinderpornografischer Internetseiten CareChild Versuch - Bekämpfung kinderpornografischer Internetseiten.
Gutachten des Deutschen Bundestages zur Filterung von Kinderpornografie Gutachten des Deutschen Bundestages zur Filterung von Kinderpornografie
Internetzensur - vertraulicher Vertragsentwurf zwischen BKA und ISP Internetzensur - vertraulicher Vertragsentwurf zwischen BKA und ISP

Artikel:
Internetzensur: CareChild-Versuch blamiert Deutsche Politiker
Falk: Zensurkritiker fördern Kinderpornografie
Rechtsprofessor: Vertragsentwurf zur Internetfilterung ist juristisch sinnlos
Bundestagsausschuss: Erhebliche Bedenken gegen Internetsperren
Bundestagsgutachten bestätigt CareChild Kritik an Filter für Kinderpornografie
Von der Leyens Zensurpläne: Interview mit Internetexperten MdB Jörg Tauss (SPD)
Pressemitteilung: Kinderpornografie - Filterpläne der Bundesregierung dämmen Bilderflut nicht ein
Filterung von Kinderpornografie ist ungeeignet
CareBlog: Bundesfamilienministerin will Kinderpornos verbreiten





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Kommentare (7)add
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Immer ich
geschrieben von Antidemokrat, 20.01.2009
Also immer wird auf mir herumgehackt. Ich halte das nicht mehr aus. Wenn das so weiter geht roll ich fort!

Wolfgang
Lieber Wolfgang
geschrieben von Supermami, 20.01.2009
Da hast Du mir ja was schönes eingebrockt! Die Masche mit der kleinen Maus die Gutes tun will ist aufgeflogen, was nun?

Gruss Ursula


...
geschrieben von Jochen, 20.01.2009
Mich interessiert nicht wirklich ob Seiten mit perversen Bildern gesperrt werden oder nicht. verstehe die Aufregung darum nicht.
Sollen sie doch machen
Hat schon einer den Staatsanwalt eingeschaltet?
geschrieben von Peter, 20.01.2009
Offenbar hat von der Leyen einigen Fersehteams Beispiele von Kipo vorgeführt (Artikel bei Spiegel Online vom 15.01.2009), um zu begründen, warum die Zensur nötig ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so eine Vorführung zulässig ist. Ist das keine Verbreitung von Kipo?
Nein
geschrieben von MdP, 21.01.2009
Die Vorschriften über Besitz und Verbreitung kinderpornografischer Schriften gelten nicht für Handlungen, die ausschließlich der Erfüllung rechtmäßiger dienstlicher oder beruflicher Pflichten dienen. Aus diesem Grund dürfen beispielsweise private Unternehmen im Auftrag der Staatsanwaltschaften Computerfestplatten auswerten.
Und "Jugendpornografie" gleich mit?
geschrieben von Donald, 12.02.2009
Seit diese globalisierte Katastrophenregierung das Schutzalter auf 18 Jahre, gar "Scheinjugendliche" angehoben hat, kann ich "Kampf gegen Kinderpornografie" sowieso nicht mehr ernst nehmen. Sollen Seiten mit Darstellungen von jugendlich aussehenden Erwachsenen dann gleich mit gesperrt werden oder das doch erst im zweiten Schritt?

Kinderpornografie, echt und sogenannte, fliegt OHNE ENDE und KOSTENLOS im Internet rum. Allerdings in Bereichen, denen diese Zensurlisten völlig am Arsch vorbei gehen. Sind die Minister wirklich so falsch informiert oder nur scheinheilig?

Im Ergebnis ist es so oder so echter Missbrauch mit dem Missbrauch. Wer hat die eigentlich gewählt?

Donald

Von der Leyen
geschrieben von Maria Heidelberg, 04.08.2009


Kinder sind in Deutschland nur Mittel zum Zweck. Die KiPo Zensur ist nur ein Mittel, um Diktatur durchzusetzen.


Frau von der Leyen, sie haben sichtlich versagt und gehören in Abschiebehaft.
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